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Hamstringsverletzung – Muskuläre Probleme

26. Mai 2026

Mit 24% stellt eine Hamstringsverletzung im professionellen Sportsetting eine der häufigsten Verletzungen dar. [1]  High Speed Running, Beschleunigung- und Abbrems-mechanismen, sowie Rumpf Rotationen während des Sports sind die Hauptgründe für Schäden an der hinteren Oberschenkel Muskulatur.

Bei Problemen oder Dysbalancen in der Hamstings Muskultur kommt es auch häufig zu Kreuzbandrupturen oder Waden- & Achillessehnenverletzungen. Die Ausfallzeit von muskulären Problemen der hinteren Oberschenkelgruppe ist deutlich geringer als zum Beispiel einer Kreuzbandruptur. Dennoch stellt ein zu schnelles oder von der Intensität zu aggressiv gesteigertem Comeback eine hohe Wiederverletzungsrate dar.

Die Verletzungsursachen sind Kompressions- (Muskelkontraktion), Stretch Belastungen (Muskeldehnung unter Belastung) und Einschränkungen in der gesamten kinetischen Kette (Wirbelsäule, Becken, Knie- und Sprunggelenk).

Der Schlüssel für die Vermeidung solcher Verletzungen und für ein erfolgreiches Comeback liegt in der Balance zwischen Kraft und Flexibilität, neuromuskulärer Kontrolle, der Rumpf-Becken-Stabilität und des Belastungsmanagements. Es gibt einige erprobte Trainingsmethoden, wie zum Beispiel das Fifa 11+ Programm usw. In diesen Programmen ist immer wieder die Nordic Hamstrings Übung beschrieben. Diese Übung vereint Flexibilität unter Belastungsreiz und neuromuskuläre Kontrolle von der hinteren Beinmuskelkette, Becken und Rumpf. Begleitend sollte immer ein sportartspezifisches Belastungstraining absolviert werden. Eine progressive Intensitätssteigerung verringert das Risiko einer Wiederverletzung um ein Vielfaches.

Ein großes Interesse liegt auch in der Vermeidung solcher Muskelverletzungen. Neben dem Kraftverhältnis zwischen Oberschenkel Vorderseite und Rückseite, zeigt sich auch die Asymmetrie zwischen linker und rechter Extremität als Risikofaktor. Eine eingeschränkte neuromuskuläre Kontrolle im Bereich der Laufmechanismen, sowohl beim gemütlichen Laufen als auch bei High Speed Bewegungen kann die Verletzungsgefahr deutlich reduzieren.

Comeback Stronger:

Die Entscheidung, wann man wieder fit für ein Comeback ist, ist nicht nur im Profibereich schwierig. Auch im Amateur Sport fehlt es oft an wichtigen Entscheidungsfakten und es bleibt nur das Bauchgefühl oder die Empfehlung der anderen.

Deswegen setzen wir, im Therapie Team Perg, auf Assessments und Sportler Monitoring, um den Belastungsaufbau am Weg zum Comeback optimal zu steuern. Dadurch werden Fakten geschaffen auf dem Weg zurück auf das Spielfeld.

Neben der Ultraschallbildgebung, welche uns ermöglicht strukturelle anatomische Gegebenheiten sichtbar und messbar zu machen, hilft uns das VALD Performance Training und Test System. Kraft, Flexibilität und neuromuskuläre Kontrolle werden in Zahlen und Fakten erfasst. Dieses System wird weltweit im Hochleistungssport (NBA, NFL, Premier League und verschiedene Olympia-Zentren) und in der Athletikbetreuung verwendet. Das internationale VALD Netzwerk ermöglicht uns die erfassten Fitnessdaten mit anderen Sportlern und Patienten auf der ganzen Welt zu vergleichen.

Es unterstütz uns dabei die Rehabilitation optimal zu steuern, den Reha-Verlauf zu kontrollieren und dem Sportler Feedback im Training zu geben. Gleichzeitig wird ein progressiver sportartspezifischer Trainingsplan erstellt. Dadurch wird der Sportler Step by Step an sein erfolgreiches Comeback herangeführt. Denn gerade Fußballer können sich trotz bester Fitnessdaten verletzen.

Hier geschehen Bewegungen und Entscheidungen in Bruchteil von Sekunden. Daher ist es unerlässlich Bewegungsmuster zu automatisieren, damit die kinetische Kette perfekt zusammenspielt.

“Sportartspezifisches Training als unerlässlicher Schritt zum Comeback.”

Das Erstellen eines Sportlerprofiles, das Erfassen von Fitness Daten und Fakten, aber auch individuelle Einflussfaktoren hilft Risikofaktoren zu reduzieren und mögliche Überlastungsproblematiken und Verletzungen zu vermeiden.

Dadurch kann man die Intensitäten nicht nur nach Bauchgefühl und Erfahrung steuern, sondern mit Fakten untermauern.

Hier sehe ich die Zukunft, dass nicht nur im professionellen Bereich Verletzungen vermieden werden können, sondern auch die Leistungsfähigkeit eines jeden Athleten gesteigert und somit neue persönliche, aber auch mannschaftliche Bestleistungen erzielt werden können.

Sportliche Grüße
euer Markus
vom Therapie Team Perg

 

Quellen:
Gregory Haff, N. Travis Tripplett (2016). Essentials of Strength and Training in Conditionining
[1] Ekstrand u. a., „Hamstring Injury Rates Have Increased during Recent Seasons and Now Constitute 24% of All Injuries in Men’s Professional Football“.

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